10 Nov, 2017

KÜBLER IT-News Nr. 10 – WLAN Optimierung

10 Nov, 2017

In den letzten Tagen hatte ich einige Probleme mit WLAN Abrissen auf allen Geräten. Ich führte es zunächst auf ein Unitymedia-Problem zurück. Jedoch stellte sich heraus, dass ganz andere technische Gegebenheiten am Werk waren.

Schritt für Schritt:

In den letzten Jahren hatten wir so gut wie keine Probleme mit WLAN. Wenn das Internet abriss, dann war es zu 99% ein Anbieterproblem und trat auch bei PCs auf, die per Kabel verbunden waren.

Dieses Mal jedoch betrafen die Abrisse nur das WLAN und nicht die per Kabel verbundenen PCs. Es lag also nicht am Internet selbst. Der Router war auch in Ordnung, ein Reset half nicht, es wurde nichts verändert an der Konfiguration. Ab einem bestimmten Tag jedoch traten die Abrisse auf, häuften sich in den Abendstunden und kaum ein Stream war ohne Unterbrechung schaubar.

Nun stellte sich nach einigen Recherchen heraus, dass in der Nachbarschaft ein paar WLAN Netzte hinzugekommen waren, die teils auf WLAN Kanälen funkten, auf denen auch unser WLAN funkt. Sie haben sich gegenseitig gestört und die Abrisse hervorgerufen.

Nach ein bisschen Bastelei konnte ich das Problem eliminieren und habe derzeit wieder eine WLAN Leistung, wie ich sie noch nie hatte.

Wenn Sie ähnliche Phänomene beobachten bei sich zu Hause, dann sollten Sie wie folgt vorgehen:

 

  1. Wenn Sie ein Smartphone besitzen, laden Sie sich im Apple Store oder im Google Play Store für Android einen sogenannten WIFI ANALYZER herunter und installieren Sie ihn. (Ich nahm den „Wifi Analyzer (open Source)“. Dieses Tool zeigt Ihnen schön übersichtlich alle umliegenden WLAN Netze an inklusive Frequenz, Name, Verschlüsselungsmethode, Entfernung, Stärke und vor Allem auf welchem Kanal sie Funken. Es gibt bei WLAN verschiedene Standards, z.B. WLAN a/b/g/n oder a/c. Diese belegen verschiedene Kanalbereiche, z.B. 1-10 oder 11-48 oder usw.! Ihr WLAN zu Hause wird wahrscheinlich (je nach Router und Anbieter) eine automatische Kanalwahlmethode verwenden. D.h. Kanäle werden dynamisch ausgewählt. Dies führte jedoch bei uns zu den Problemen. Wir hatten ein neues Netz in der Nachbarschaft, dass zufällig auch auf dem Kanal funkte, den der Router immer aussuchte. Diese störten sich.

 

  1. Sie müssen sich also im Router anmelden, (meist per IP Adresse im Browser am PC/Laptop oder mit einem Namen, steht in der Anleitung des Routers) und dort das WLAN Menü, meist unter erweiterten Einstellungen/Signal zu finden, aufrufen. Hier sollte es möglich sein, die jeweiligen Frequenzbereiche, die Namen, die Verschlüsselungsmethode und die Kanalnutzung anzupassen. Bei den Kanälen sollten Sie die Einstellung von automatisch auf manuell stellen und nun einen festen Kanal einstellen, den Sie im oben genannten Wifi Analyzer nicht vertreten sehen. Wenn die Nachbarschaft also auf den Kanälen 1,6,11 und 48 funkt, nehmen Sie z.B. eine andere verfügbare Zahl, z.B. 3, 15, 47 usw.! Bei den zwei verfügbaren Frequenzbereichen des WLANs (2,4 Ghz oder 5Ghz oder beides bei Dual Band Routern) sind jeweils verschiedene Kanalbereiche verfügbar. Dies ist selbsterklärend im Menü.

 

  1. Ab sofort funken Sie also auf einem „eigenen“ Kanal, der durch die Nachbarschaft nicht mehr gestört wird, außer es entscheidet sich jemand (oder der Router dieses Jemand), nun ab dem nächsten Tag ebenso diesen Kanal zu benutzen. Wenn Sie also hin und wieder oder bei Problemen den Wifi Analyzer mit den Kanälen beobachten, sollten Sie immer in der Lage sein, „freie“ Kanäle zu finden.

 

In unserem Fall führte diese Maßnahme nicht nur zur Behebung der Abrisse, sondern auch dazu, dass die verfügbare Down- und Upload-Kapazität (bei uns 100Mbit und 5Mbit) im WLAN Netz quasi immer verfügbar ist. Es wurde schneller !

Probieren Sie es aus !

Ihr KÜBLER IT-Service-Team

 

 

«
»

Leave a comment:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.