06 Aug, 2017

Kübler IT News Nr.7, Thema: Sicherheit

06 Aug, 2017

Die letzte Angriffswelle namens „Wannacry“ nehmen wir als Anlass, hier mal unsere 5 Cent zum Thema Sicherheit loszuwerden. Heutzutage gibt es eine Vielzahl an möglichen Bedrohungen durch das Internet, bzw. durch Leute die das Internet zu diesem Zwecke nutzen.Von Viren, über Trojaner, Bot-Netzwerke, Bloatware, Spyware, Phishing, Spam und so weiter…die Liste ist lang. Wie schütze ich mich am besten dagegen ?

  1. Es muss zunächst festgehalten werden, dass es so etwas wie 100% Schutz nicht gibt. Dies verhält sich ähnlich wie mit der körperlichen Gesundheit. Sie können sich gesund ernähren, Sport treiben, Präparate nehmen, sich impfen lassen, gewissen Umgebungen aus dem Weg gehen, einen optimalen Genpool haben und Ihr Leben lang auf Genüsse wie Alkohol verzichten. Es wird immer ein gewisses Risiko geben, sich mit etwas zu infizieren oder einfach auf eine Situation zu treffen, auf die Sie nicht vorbereitet sind oder für die keine Prophylaxe existiert. Was Sie tun können, ist die Wahrscheinlichkeit für Infektionen o.Ä. reduzieren.Dies verhält sich mit Computersystemen oder Mobilgeräten ähnlich. Vor allem wird es immer Leute geben, die sich etwas Neues einfallen lassen um Ihnen zu Leibe zu rücken. Dagegen müssen dann immer wieder neue Sicherheitssysteme entwickelt werden.
  2. Was Sie also unternehmen können, um Schutz „möglichst“ zu gewährleisten, sind die folgenden Punkte:a) Machen Sie regelmäßig Datensicherungen. Am besten auf mehreren Wegen. Z.B. mit externen Festplatten, USB Sticks, in der Cloud (hier ist aber auch Vorsicht geboten), auf Datenträgern oder indem Sie Software benutzen. Mit Programmen wie z.B. Allway-Sync gibt es z.B. kostenlose Programme, mit denen Sie Synchronisationen ausführen können auf mehreren Geräten.

    b) Nutzen Sie sichere Passwörter, die mindestens aus 8 Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen und nutzen Sie bei jedem Account ein anderes Passwort. Nun ist es den meisten Menschen „zu blöd“, sich für alles ein eigenes Passwort auszudenken und dies zu behalten. Verständlich. Aber auch hier gibt es Methoden, wie Sie beides schaffen – sichere und unterschiedliche Passwörter und trotzdem an jedes einzelne erinnern können: Sie können z.B. mit Gedanken-Palästen arbeiten, indem Sie sich eine Reihe von Dingen vorstellen, die in Ihrer Wohnung oder im Büro stehen, eine Farbe haben oder bestimmte Eigenschaften, und Sie diese Begriffe in Passwörter einbauen. Auf ein Passwort wie „#roteKommodelinksAmazonwarbillig1,99“ muss jemand anderes dann erstmal kommen. Gut ist es auch, sich ein Passwort-System zu überlegen, z.B. etwas wie *RKnozama17* – Sternchen außen damit Sonderzeichen enthalten sind, RK für rote Kommode, innen die Beschreibung für den Account rückwärts, in diesem Fall Amazon rückwärts, dann das Jahr in dem wir sind, Sternchen.So können Sie sich quasi jedes Passwort selbst wieder herleiten, selbst wenn Sie es nicht immer im Kopf haben. Sie müssen sich nur Ihr eigenes System merken !

    c) Benutzen Sie eine kommerzielle Antiviren- und Echtzeitschutz-Software, sowohl auf PC Systemen als auch auf Mobilgeräten. Hier gibt es zwar Stimmen, die behaupten, dies sei alles Geldmacherei und bringe nichts. Dies sehen wir anders. Es gibt regelmäßige Tests namhafter Quellen, diese Programme werden stetig weiterentwickelt und bringen fast täglich Updates heraus und können beispielsweise eine E-Mail oder Datei live scannen, während Sie sie öffnen und direkt verhindern, dass sich der Schadcode installiert. Kostenlose Programme leisten hier meist nur einen Teil dessen. Und die Schutzmechanismen der Betriebssysteme reichen bei Weitem nicht aus.Führen Sie dann wöchentlich einen Virenscan aus.

    d) Informieren Sie sich regelmäßig auf Seiten wie z.B. www.pcgameshardware.de über aktuelle Sicherheitslücken in Programmen oder aktuelle Patches.

    e) Sichern Sie ihren Router und Ihr LAN/WLAN Netzwerk ab, indem Sie mindestens eine WPA2 Verschlüsselung nutzen und eventuell MAC-Filter nutzen, um nur selbst eingetragene Geräte im Netzwerk zuzulassen. Diese sind zwar ebenfalls knackbar, aber besser eine Hürde mehr als zu wenig.

    f) Mobile Daten, Bluetooth und WLAN nur aktivieren wenn Sie es benötigen – sonst ausschalten.

    g) Nutzen Sie auf Mobilgeräten in öffentlichen Netzwerken, z.B. in der Bahn oder im Cafe nur mit Vorsicht. Online-Banking können Sie in der Regel auch zu Hause durchführen.

    h) Hinterlassen Sie keine „Reminder“ auf den Geräten oder im Geldbeutel, wie z.B. eine kleine Visitenkarte oder Datei auf der alle Passwörter vermerkt sind. Einfacher können Sie es einem „Dieb“ nicht machen.

    i) Schalten Sie in den Betriebssystemen wie Windows, Linux, Android usw. alle Datenversandfunktionen aus, die Sie nicht benötigen. Diese Einstellungen verstecken sich oft tief im System.

    j) Nutzen Sie in Programmen oder Internet-Browsern nicht die Funktionen zur Speicherung der Passwörter, sondern geben Sie die Passwörter immer manuell ein. Ist zwar unbequemer aber weit sicherer und mit o.g. Methode gewöhnen Sie sich schnell daran.

 

Mit diesen Tipps sollten Sie insgesamt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion oder eines Missbrauchs deutlich (bis auf 0,XX Prozent) gemindert haben.Wenn Sie hier Hilfe benötigen – melden Sie sich, natürlich nur über einen sicheren Kanal 😊 !Schönes Wochenende wünscht *RKecivresTIrelbüK17*

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