24 Mrz, 2017

Kübler IT-News Nr. 3

24 Mrz, 2017

Die AMD Plattform Ryzen ist gestartet und es gibt die ersten Tests.
Es scheint derzeit noch so zu sein, dass die Plattform zwar leistungsfähig ist (und zudem weit billiger als Intel für die gleiche Leistung), aber es scheint wie bereits früher angedeutet auch „Schattenseiten“ zu geben. Ryzen ist in Punkto Programme (bis auf einzelne wie Photoshop) wirklich auf dem angepriesenen Niveau. Allerdings hat Ryzen wohl noch Probleme mit Windows, USB und Spielen. Was nun mal wichtige Punkte sind. Wer also einen Spiele-PC aufsetzen möchte (der in Programmen auch nicht signifikant langsamer ist), der greift nach wie vor zu einem hoch taktenden Intel System.

Noch sollte man also eventuell warten mit dem Kauf wenn man unentschieden ist, oder man vertraut auf die Verbesserung der BIOS Versionen und Treiber von AMD !

Allerdings sind im Zuge der letzten Wochen die Grafikkartenpreise nochmals um 10-15% gesunken. Das ist natürlich sehr gut, wenn Sie sich eine neue Grafikkarte gönnen möchten. Ohnehin geht es bei einer sinnvollen Neuanschaffung auch immer um die Kombination aus Prozessor und Grafikkarte. Deshalb ist es derzeit recht günstig, sich ein neues System zuzulegen. Egal ob Intel oder AMD.

Für „Gewillte“ ist jetzt der Zeitpunkt da, zu kaufen. Für Unentschlossene lieber noch 4 Wochen warten. Für „Skeptische“: noch auf die nächste Intel Generation warten ! Oder ewig warten…! ??

Im Zuge der Einführung der neuen Plattformen bei Intel und AMD werden nun aber auch neue Notebook-Prozessoren interessant.
In Notebooks war bisher ein gängiger high-end Prozessor der I7-6700HQ. Dieser wird derzeit abgelöst durch den I7-7700HQ. Beide sind 4-kernig und zu empfehlen. Nicht zu verwechseln mit den I7-Prozessoren in Notebooks, die ein „U“ am Ende haben, wie z.B. der I7-7500U. Diese sind nur zweikernig und deshalb zwar als I7 trotzdem leistungsstark aber nicht mehr unbedingt zukunftstauglich.

Achten Sie deshalb bei Notebooks auf einen 4-kernigen Prozessor. Im Idealfall noch von Intel. Außer es sollte sich in den nächsten Wochen ergeben, dass auch AMD´s neue Notebook-Prozessoren stark und relativ fehlerfrei sind.

Das war der allgemeine Teil. Wenn Sie jetzt bereits gelangweilt sind, dann können Sie jetzt getrost aufhören weiterzulesen. Wenn Sie mehr Infos wollen, dann weiterlesen:

Wie immer bei Plattformübergängen lohnt es sich auch immer, einen Blick auf die Geräte mit der vorherigen Generation zu werfen, da sich diese im Abverkauf befinden, quasi nicht weiter hergestellt werden, lediglich ca. 5%-10% langsamer sind und aber teils weit günstiger angeboten werden. Bei Notebooks und PCs in Bezug auf Intel Prozessoren und NVIDA Grafikkarten sind z.B. nun die neuen Prozessoren der I7-7XXX (I5-7XXX, I3-7XXX) Reihe angesagt (die Generation davor entsprechend: I7-6XXX, I5-6XXX, I3-6XXX). Bei den NVIDIA Grafikkarten sind die aktuellen Modelle mit 10XX markiert (z.B. GTX 1050,1060,1070,1080) und die Generation davor ist spezifiziert mit GTX 9XX (z.B. GTX 950/960/970/980). Ein „M“ hinter den Grafikkartenvarianten markiert dabei immer die Notebook-Variante für den Begriff „Mobile“. Diese liegen in der Leistung meist ungefähr 10-20% hinter den vergleichbaren Desktopvarianten Obwohl auch einzelne Notebooks „echte“ Desktop-Grafikkarten enthalten können, die dann ohne „M“ markiert sind. Diese sind aber in der Regel sehr heiß, sehr teuer und sehr unhandlich.

Entschuldigt den kleinen „Ausflug“ in die Nomenklatur von Prozessoren und Grafikkarten. Ich hoffe allerdings, dass dies eventuell behilflich sein kann, wenn Ihr Euch auf die Suche nach einem neuen System macht.

Zudem sollte mittlerweile in jedem PC eine SSD-Festplatte stecken. Hier gibt es mittlerweile zwei interessante Varianten.

  1. Eine normale SSD – ist im Prinzip ein Speicherriegel wie der Arbeitsspeicher, nur als Festplatte umgebaut. Vorteile: weniger fehleranfällig, wahnsinnig schnell in der Zugriffszeit (im Vergleich zu Magnetfestplatten), produziert kaum Hitze, ist kleiner und stabiler.
  2. Mittlerweile werden allerdings auch die sogenannten „M2-SSD-Festplatten“ modern. Diese sind im Prinzip die Weiterentwicklungen einfacher SSD Festplatten, und noch leistungsstärker, noch kleiner, noch schneller und werden per Steckkarte nur noch auf das Mainboard gesteckt. Dies erfordert allerdings ein sehr aktuelles Mainboard und die geeigneten Anschlüsse. Wenn Sie so eine SSD nutzen, kann Ihr Windows teils in 10-15 Sekunden bereits voll hochgefahren sein. Es ist wirklich „unglaublich“! Mein Notebook startet von Null auf 100 in der Regel in 11-14 Sekunden, je nach „Laune“ !

In Bezug auf das jeweilige Budget / die Preislage macht so immer eine sinnvolle Kombination aus Prozessor, Grafik und Festplatten Sinn.

Wenn das System dann noch richtig eingerichtet ist, dann ist dies wirklich ein enormer Sprung im gefühlten Erleben dieser Geräte.

Wir wünschen ein schönes Wochenende!

LG, Michaela &Michael Kübler / Kübler IT-Service

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